Nachhaltigkeit (CSR)

Lima: 200 Frauen werden zu Kleinstunternehmerinnen

Projekt organisiert Ausbildung, Mikrokredite, Beratung - GKS-Förderung bis 2018

HAGEN - 30.08.2016. 

Ohne Bildung kein Beruf, kein Einkommen, keine Zukunft. Diesen Teufelskreis unterbricht ein mehrstufiges Hilfsprojekt im peruanischen Lima: 200 Frauen aus ärmsten Schichten erhalten Qualifizierungskurse, dann Mikrokredite und anschließend betriebswirtschaftliche Schulungen. Als Kleinstunternehmerinnen können sie künftig die wirtschaftliche Situation ihrer Familien spürbar verbessern. Die Georg Kraus Stiftung (GKS) beteiligt sich für drei Jahre an der Finanzierung dieses vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderten Projektes.

18 Qualifizierungskurse
Schauplatz Independencia, einer der ärmsten Distrikte Limas: Fast 90 Prozent der Bevölkerung leben an steilen Berghängen in Blech- und Papphütten. Schulunterricht findet, wenn überhaupt, unter miserablen Bedingungen statt. Wer hier wohnt, ist nahezu chancenlos. Dagegen kämpft das Projekt der lokalen Hilfsorganisation ADEFI. Der GKS-Partner organisiert 18 Qualifizierungskurse, in denen Frauen handwerkliche Fähigkeiten erlangen, die sich verkaufen lassen: Sie lernen u. a. Handtaschen herzustellen, gefragte Gerichte zu kochen oder eine Maniküre vorzunehmen.

Mikrokredite und betriebswirtschaftliche Schulungen
In der zweiten Stufe erhalten die Kleinstunternehmerinnen Mikrokredite für ihre Startkosten. Damit arbeitet das Projekt gegen örtliche Zinswucherer. Ein dritter Schritt sind Schulungen und individuelle Beratungen, die betriebswirtschaftliches Basiswissen vermitteln. Alle Ausbildungseinheiten finden in drei von der ADEFI verwalteten "Volksküchen" statt - deren notwendige Renovierung kommt ebenfalls aus dem Projekttopf.

"Menschen auf eigene Füße stellen"
"Bildung ist der beste Weg aus der Armut. Unser Leitsatz entspricht Projekten wie diesem", so GKS-Vorstand Erich G. Fritz. "Entscheidend ist, dass unsere Hilfe Menschen auf eigene Füße stellt. 56 Frauen haben ein ähnliches Projekt bereits erfolgreich durchlaufen und sind als Kleinstunternehmerinnen aktiv." Bis 2018 hat die Stiftung bereits ihre Förderung für die aktuelle Maßnahme zugesagt.

Link zum Projekt Nr. 111 in Lima, PM und Fotos hier auch zum Download.

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Diese Frau produziert als Kleinstunternehmerin frische Säfte
Diese Frau produziert als Kleinstunternehmerin frische Säfte
Indepencia ist einer der ärmsten Distrikte Limas. Hier leben fast 90 Prozent der Bevölkerung an steilen Berghängen in Blech- und Papphütten.
Indepencia ist einer der ärmsten Distrikte Limas. Hier leben fast 90 Prozent der Bevölkerung an steilen Berghängen in Blech- und Papphütten.
Pressekontakt
Eva Machill-Linnenberg
Eva Machill-Linnenberg

Pressesprecherin

+49 (0)2331-463 078

Pressemitteilung

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